29 Dezember 2013

Sonntagskolumne No. 70: Kann man nicht einfach mal...

...Vorsätze genau auswerten?
Zu Beginn des Jahres 2013 hatte ich mir hier auf dem Blog eine kleine Liste mit Dingen, die ich in diesem Jahr schaffen möchte, angefertigt. Die Liste wuchs noch um einige Punkte, als der Januar und die Zeit der Vorsätze für andere schon vergessen war. Genau deshalb entstand dieser komplizierte Titel "To-Do- Experimente und Vorsätze 2013".
Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit dem, was ich in diesem Jahr erreicht habe. 

Von den 25 Vorsätzen und kleineren Projektideen bleiben weniger als die Hälfte, 10 Stück, als unerledigt auf der Strecke. Die davon fett gedruckten stehen für die Punkte, an denen ich mich schon versucht habe, darauf vorbereitet habe bzw. die ich schon geübt hatte, aber letztendlich doch nicht abgeschlossen habe. 
Natürlich ist es langweilig, jetzt zu jedem kleinen geschafften Punkt etwas zu erzählen, zumal diese öffentliche Liste eher für mich als Motivation galt. Die genauen Erlebnisse könnt ihr auf dem obigen Link einsehen. 

Doch was hat mir die Liste jetzt wirklich gebracht?

Nehmen wir z.B. das Projekt, 1 Monat lang vegan zu leben. Neben den dazu gehörenden Posts (hier der Startpost, hier der Zwischenstand und hier die End-Auswertung) entstanden kreative Rezepte (z.B. das hier) und ein längerer Text (der hier). Wenn ich selbst jetzt diese Posts überfliege, amüsiert mich meine eigene Antipathie zu gesundem Essen. Der vegane Monat hat kurzfristig nichts in mir verändert, aber dennoch bin ich seit einem halben Jahr Vegetarier, der Tiere zu Liebe und weils nicht mehr schmeckt. Hatte das Projekt also in mir doch etwas verändert?

Ähnlich verhält es sich eigentlich mit meinem Vorsatz, 1 Monat lang regelmäßig Sport zu machen. Anfang April hatte ich mich (hier) selbst für diese Idee verflucht und mittlerweile (hier), nachdem der Monat gut überstanden war und ich nochmals über dieses sportlich sein nachdenken konnte, versuche ich mindestens 4 Mal die Woche Sport zu machen: joggen, boxen, schwimmen.

Früher hielt ich gute Vorsätze eher als Ausrede, um den eigenen, momentanen Zustand schöner dastehen zu lassen.
"Ja, ich habe über Weihnachten ganz schön zugenommen, aber nächstes Jahr... Mein Vorsatz..." 
"Ich bin eigentlich schon lange davon überzeugt, dass mir eine Weltreise gut tun würde, aber dieses Jahr war zu viel zu tun, aber mein Vorsatz fürs nächste Jahr..."
Alles nur blabla.
Aber ich glaube, wenn man eine Vorsatzliste auf seinem Blog stehen hat, funktioniert das System nicht mehr so ganz, denn im Gegensatz zu nur ausgesprochenen Vorsätzen, sind sie eben nicht bis spätestens Februar vergessen.
Dass ich dieses Jahr nicht alles erreichen konnte, was auf der Liste stand, demotiviert mich in keinster Weise, ganz im Gegenteil: ich sehe ganz genau, was ich davon geschafft habe und welche Punkte vielleicht sogar dazu gekommen sind, die gar nicht auf der Liste standen.
Deshalb werde ich auch für 2014 eine solche Liste aufstellen und vielleicht ein paar der unerledigten Sachen von 2013 mit übernehmen.

2 Kommentare:

  1. Guten Rutsch ins neue Jahr ! <3

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  2. So ne Liste kann sicher hilfreich sein, man muss sich nur nicht zu sehr drauf fixieren, damit kein Frust entsteht.
    Liebe Grüße und alles Gute für 2014!
    Christiane

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