14 Juli 2013

Sonntagskolumne No. 48: Kann man nicht einfach mal...

...intensiv lernen?
Heute ist es an der Zeit, meine aktuellen, verworrenen Gedanken mit euch zu teilen. Bla-Bla  Sonntagskolumne mit einer Erleuchtung am Ende.  

Am Dienstag ist meine erste Prüfung und ich lerne rund um die Uhr. Und da ich so fleißig lerne, schreibt die andere Josephine gerade diese Sonntagskolumne. Die faulere Josephine. Die Josephine, die bis 12:30 geschlafen hat, gerade erst den morgendlichen Kaffee verdrückt hat und frisch geduscht in den Tag startet (Ja, es ist 15 Uhr). Wer es noch nicht mitbekommen hat: Die Gentechnik ist noch nicht so weit entwickelt, dass jeder einen zweiten Clon für die doofen Erledigungen missbrauchen kann. 
Daraus folgt: Die faulere Josephine bin... ich selbst! 

Es ist wirklich unglaublich, wie ich es immer wieder schaffe, mich zu drücken und das nicht mal unbedingt absichtlich. Immer mal wieder setzte ich mich für eine halbe Stunde vor meine Uni-Unterlagen und kaum bin ich richtig im Lernprozess, fallen mir abermillionen Dinge ein, die ich stattdessen machen könnte. Von schönen Dingen (wie das Wetter bei einem Spaziergang genießen) bis hin zu Dingen, die ich sonst ungern mache (Wie ein Großputz im Zimmer). Irgendwas ist immer wichtiger, als das Lernen. 
Als ich dann am Freitag nach insgesamt 8h Internetgestöber einen neuen Laptop bestellt habe (mein jetziger ist mehr als spackig- die Hintergrundbeleuchtung ist kaputt, sodass man kaum was erkennt), war das Maß des Rumdrückens erreicht. 
Warum schieben manche Menschen unangenehme Dinge immer so vor sich her?
Statt zu lernen jammere ich lieber vor anderen rum, wie viel ich zu tun habe. Statt etwas zu tun, rede ich nur davon.
Wenn es Zeitreisen irgendwann einmal gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Zukunftsjosephine in wenigen Minuten in mein Zimmer kommt und mich richtig verprügelt. Wenn sie mich dann angeschrien hat ("Jetzt mache doch endlich mal etwas sinnvolles. Ja, bloggen ist sinnvoll, aber weil du nie für die Prüfungen gelernt hast, bin ich jetzt arbeitslos!"), wird sie mir vermutlich klar gemacht haben, mit dem Lernen anzufangen. 
(5 Minuten später...)
Nachdem ich jetzt nervös auf meinem Sessel herumgerutscht bin und auf mein zukünftiges Ich gewartet habe, konnte ich feststellen, dass Zeitreisen wohl nicht mehr zu meinen Lebtagen erfunden werden (die Zukunftsjosephine kam nicht). Daraus folgt auch die ernüchternde Feststellung, dass ich sterben werde, bevor ein Mittel für die Unsterblichkeit erfunden wird- weil wenn ich irgendwann unsterblich wäre, würde ich auch die Zeitreisenentdeckung mitbekommen. 
Und jetzt muss ich ganz ernüchtert feststellen, wie kurz und einzigartig das Leben doch ist. Yolo und so. Statt zu jammern ist jetzt Tun angesagt, statt das Leben von der Metaebene zu betrachten, sollte ich jetzt mal den Schritt wagen und mich ins (Lern-)Getümmel stürzen. 
Damit die Zukunftsjosephine stolz auf mich ist. 
PS: Falls ihr Tipps habt, um das Sich-Drücken zu unterdrücken, immer her damit!
;) Euch einen schönen Sonntag

8 Kommentare:

  1. Ich bin derzeit ebenfalls noch verzweifelt auf der Suche, nach einem Sich-vorm-Drücken-drücken-Mittel, aber erfolglos. Statt zu lernen habe ich heute schon einen Fotospaziergang gemacht, ein Eis mit dem Freund gegessen, bis halb zwölf geschlafen... nun ja, die Zeichen stehen für die morgendliche Klausur auf jeden Fall auf Nachtschicht! Aber was macht das schon? Wie du bereits sagtes: YOLO, und so!

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    1. Haha, genau ;) Schön, dass es mir nicht alleine so geht! Genieße den (dann vermutlich lang werdenden) Sonntag

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  2. "Wenn es Zeitreisen irgendwann einmal gibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Zukunftsjosephine in wenigen Minuten in mein Zimmer kommt und mich richtig verprügelt."

    richtig genial!

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  3. Du sprichst mir aus der Seele. Wobei das bei mir auch definitiv an den Prüfungen an sich liegt. Für Hausarbeiten beispielsweise kann ich mich immer ganz gut motivieren - das macht einerseits wenigstens ein bisschen Spaß, und andererseits hat man irgendwie ein Ergebnis, man sieht, wie die eigene Arbeit wächst. Beim Lernen hab ich nur das Gefühl, immer irgendetwas Altes zu vergessen, sobald ich etwas Neues lerne...

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  4. geh in die bibliothek und lass das handy im schrank! hilft super.

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  5. Exzerpt von Prof. Doktor Feixenberg´s Buch "Nicht Echauffieren, sondern Edukieren": Mangelt es der Person nun an der Fähigkeit die vorhandene Zeit (oder nicht vorhandene, dafür blättern sie bitte vor zu Seite 69) effektiv zum Lernen zu nutzen, so solle sie sich erst folgende Fakten (wissenschaftlich belegt) dem eigenen Wissen hinzueditieren.
    Faktor 1 warum sie lernen lieber Leser, was ist der grösste Ansporn für sie zu lernen?
    ...
    Ok sie wissen es einfach nicht? Oder ihnen sind gerade 3 Gründe in 5 Nanosekunden eingefallen?.. Nennen sie sie mir... nein alle falsch.

    Faktor 1 warum sie lernen ist MOTIVATION.

    Diese hat immer ein Ziel, ob es nun Interesse an... zu erlangenden Fähigkeiten/Wissen, Erfahrungen was auch immer ist.

    Die Frage die sie sich stellen ist wie MOTIVIERE ich mich.

    Durch DRUCK.
    DRUCK macht aus scheisse gold oder aus Kohle Diamanten.
    Ja sie sind SCHEISSE, zumindest fühlen sie sich gerade so.
    Woher bekommen sie jetzt den nötigen Druck um aus ihrern Neuronen den letzten Saft herauszupressen, so dass sie Hannibal Lecter quasi einen leckeren ACE Frühstücksdrink anbieten könnten? (hier bitte)

    Lassen sie sich gesagt sein, der SOZIALE DRUCK ist meistens so ziemlich der STÄRKSTE DRUCK.

    Machen sie sich bewusst von anderen Abhängig!
    Gründen, betreten sie LERNGRUPPEN.
    (warum warst du nicht da? los wir gehen jetzt lernen... was du hast denen Teil der HAusarbeit IMMER NOCH NICHT etc. etc)

    Gehen sie dazu zu einen Öffentlichen Ort!
    (Bibliotheken eigenen sich dafür hervorragend, zumindest stinken sie nicht so wie Dixi´s)

    Sie können dort auch ohne eine Lerngruppe den Sozialen Druck spüren, zumindest werden sie es nicht mehr wagen in der Öffentlichkeit zu popeln, sich im Schritt zu kratzen, den Fernseher einzuschalten, denn dort herrscht das PSST gebot!

    Summa Summarum Quellen der Ablenkung MINIMIEREN.
    Sich freiwillig der UNFREIHEIT des LERNENS hingeben und mit viel DRUCK (PRESSEN BABY) den Erfolg gebären!

    Sich gleichgesinnten anschliessen, die auch wirklich lernen und nicht nur so tun!

    (Seite 69) [...] für das lernen unter zeitdruck gibt es einen einfachen trick.. sie müssen einfach (Testversion beendet, dies war nur das Exzerpt, kaufen sie das Buch auf Amazon um weiterzulesen)

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  6. Hehe, das kenn ich nur zu gut. :D Mir fallen auch immer Sachen ein die einfach viel besser und toller und in meinem Kopf auch als viel sinnvoller erscheinen, als sich hinzusetzen und zu lernen.
    Aber ich glaub der Beitrag über mir dürfte dir schon helfen, ich glaube eine Bibliothek ist ein guter Ort um zu Lernen, da gibt es eigentlich nicht so viele Dinge die einen ablenken können.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Lernen! :)
    Liebe Grüßchen,
    Nina

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  7. Kenne ich! Schiebe immer alles bis zur letzten Minute auf und stattdessen vertrödle ich meine Zeit mit irgendwelchem Firlefanz und am Ende bin ich total hektisch und gestresst. Prokrastination nennt sich das... rede mir gern ein es sei eine ernst zunehmende Krankheit, dann habe ich keine Gewissensbisse haha.
    Liebe Grüße :)

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