01 September 2013

Sonntagskolumne No. 55: Kann man nicht einfach mal...


...sich selbst aufheitern?

Heute Abend ist es also so weit: Das Landesmeisterschaftshalbfinale des Poetry Slams in Sachsen Anhalt.
Wirklich aufgeregt bin ich nicht, aber dennoch bringe ich heute nicht gerade viel zu Stande. Ich tigere durch meine Wohnung, gehe die "To-Do" Liste durch und weiß gar nicht, womit ich zuerst anfangen soll- oder ob ich heute nicht einfach im Bett bleibe und mich auf den Abend freue. Die Hausarbeit schreibt sich bestimmt auch mal von alleine, Klausurenstoff lerne ich im Schlaf und ....der Umzug... und heute Abend der Slam! So viel zu tun. Wäre heute nicht der Slam, würde ich vermutlich das TV-Duell von Merkel und Steinbrück schauen. 
  

Nicht nur, dass die spannende Wahl vor der Tür steht und das Kräftemessen heute Abend zu einem Kampf werden kann- auch auf der Ebene der Gestern können wir heute bestimmt einiges dazu lernen. Ähnlich wie beim Poetry Slam ist es in der Politik nicht ganz so wichtig, was du sagst, sondern wie du es sagst. Deine Körpersprache muss stimmen, deine Choreografie muss das Publikum überzeugen. Wenn das passt, erntet man vom Publikum schon eine Menge Sympatie. Umso schöner ist es, dass ich gestern auf diese Seite gestoßen bin und mir mal so die einzelnen Gesten genau anschauen konnte. Ich frage mich, ob hochrangige Politiker einen eigenen Coach haben, der ihnen, passend zu ihrem Charakter, bestimmte Gebärden antrainiert, damit sie beim Publikum überzeugend ankommen.  
Im Alltag, beispielsweise zum Kaffee mit der besten Freundin, gestikulieren wir viel zu wenig. Dabei werden Gespräche doch so noch intensiver. Die Gestik ist doch der 3-D-Effekt des Alltags!



Vielleicht sollte man sich da von den Politikern einiges abgucken und so ein ganz alltägliches Gespräch spritziger machen. Zum Beispiel den interessanten Vertrauenstanz von Merkel- um Menschen zu überzeugen, ihnen zu zeigen: "Hey, ich habe locker, flockig alle Vor- und Nachteile abgewogen und habe eine gefestigte Meinung zu der Problematik!" 

Das wäre doch mal ein geeignetes Thema für ein Selbstexperiment: Studiere Merkels Körpersprache und wende sie in jedem Gespräch an. Was dabei wohl die anderen empfinden würden? ;)

Was passiert demnächst hier?
Der August ist schon vorbei- allerhöchste Zeit für einen Monatsrückblick. Außerdem könnt ihr euch auf einen Wohnungs-Post freuen, schließlich haben wir schon die Schlüssel und den Umzug steht vor der Tür.... und das Halle-Projekt geht auch bald mit dem nächsten Musiker-Interview weiter. 


3 Kommentare:

  1. Gestik = 3D-Effekt des Alltags - schöner Vergleich!
    Aber wenn´s funktionieren soll, bräuchten sicher alle ne 3D-Brille, oder?
    Dazu könnte man sich jetzt ganz schön was zusammenspinnen...
    Wie war dein Halbfinale?
    Achja: ich hatte dir noch gemailt wegen deines gastbeitrags - Bildchen und so...
    Liebe Grüße

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    1. ;) So ungefähr...
      Das Finale war gut... ich hab den 3. Platz gemacht und mich damit für das Finale am 28. qualifiziert ;) *yay*
      Und auf deine Mail hab ich eben geantwortet!
      Liebe Grüße
      =)

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  2. Ich gehöre zu den Leuten, die viel mit ihrem Körper sprechen :D So manch eine Geste finde ich auch auch auf der Seite wieder ;)
    Das gehört für mich dazu. Genauso wie die richtige Betonung, Lautstärke (wobei ich generell IMMER laut rede :'D) und die Wortwahl. Nur so kann man seinen Gesprächspartner davon überzeugen, dass er im Unrecht ist :D Ich hab auch das eine oder andere Rhetorik-Buch zu Hause. Und ich werde mir auch noch das eine oder andere kaufen. Da mein Nebenfach Politikwissenschaften ist, werd ich das sicher brauchen :D

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