03 März 2013

Sonntagskolumne No. 30: Kann man nicht einfach mal...

...es gut sein lassen?
Die 30. Sonntagskolumne- wie die Zeit vergeht.
Neulich habe ich einen Themenwunsch bekommen und damit der nicht ignoriert bleibt, habe ich mich heute eingehend damit beschäftigt (ha, ha):
"Schreib mal was über den Widerstreit des Guten und Bösen im Menschen. Du kannst bestimmt tiefsinnig darüber nachdenken warum es in einem Menschen das Gute und das Böse gibt, wann wer von beiden Oberwasser und warum bekommt und ergründest die Ursachen und ihre Wirkungen"


Wie gehe ich darauf am besten ein? Erstmal muss ich voraussetzen, dass es in jedem Menschen dieses "Gut" und "Böse" gibt. Aber was ist das überhaupt? Wie definiert man das Gute und Böse?
Was für den Einen gut ist, kann für den anderen schlecht sein. Gut und Schlecht- etwas anderes als Gut und Böse? Beide Wörter hängen immer von einer Perspektive ab und sind sehr subjektiv zu definieren. Beide können nur in Abhängigkeit voneinander definiert werden. Ohne zu wissen, was das Böse denn nun ist, kann man das Gute gar nicht erklären oder verstehen. Wenn ich jetzt also das Böse als Inbegriff und treibende Kraft für moralisch verwerfliche Handlungen definiere, ist das Gute das Gegenteil. Moralisch verwerfliche Handlungen sind in dem Fall dann Taten, die aus niederträchtigen Beweggründen gemacht werden.
So weit, so gut (oder böse?)
Aber was bringt denn jetzt diese zwei Seiten in uns ans Tageslicht? Wann werden wir "böse" und wann "gut"? Macht uns unsere Umgebung zu dem, was wir schlussendlich sind? 
Je mehr ich darüber nachdenke, umso bewusster wird mir, dass dieses Thema ein Stück zu groß ist. Schon allein die Definitionssache reicht für einen Roman und ist absolute subjektiv, irgendwie muss ich anders auf den Punkt kommen. 
Das Warum ist mir jetzt zu viel für eine Kolumne, aber darüber kann ich mal anderweitig schreiben. 
Das Wann- also: Wann man gut und wann böse handelt könnte ich wiederum ganz einfach erklären. Es hängt halt davon ab, wie der Mensch ist (Lebenseinstellung), was ihm widerfahren ist (Kontext seiner Handlung), wie er tickt (Reaktionsweise auf bestimmte Vorkommnisse bsp. Introvertiert/extrovertiert) und was er erreichen will (Ziele und Gesinnung). Einfach auf den Punkt gebracht und trotzdem nichts gekonnt, jetzt kommt schließlich kein „aha“ Erlebnis.
Was bringt mir das jetzt? Was bringt euch das jetzt, das zu lesen? Gar nichts, so wirklich. Und das ärgert mich, weil mir die Erörterung des Themas Spaß machen würde, auch wenn ich mich vielleicht weit aus dem Fenster lehnen würde, schließlich bin ich kein Psychoanalytiker und sehe alles sehr subjektiv.
Auch wenn ich viele Punkte des Vorschlags exemplarisch gut erklären wollen würde, bleibt immer ein spekulativer Teil- schließlich handelt jeder anders und ich kann mich nie in einen Kopf eines Handelnden versetzen und beim Versuch einer Erklärung nur einige Punkte unterstellen. Obwohl- ich kann mich ja in meinen Kopf versetzen! Aber selbst hier laufen meine Gedanken vor eine Wand. Wenn ich mich an Taten erinnere, die ich als „böse“ betiteln würde, können sie dann noch böse sein? Ich meine, wenn man sich im Nachhinein seiner „Schlechtigkeit“ bewusst ist, hat man also ein Verständnis von Moral und weiß zumindest, wie es „richtiger“ gewesen wäre. Eine böse Tat ist es auch nur dann, wenn man genau in dem Moment weiß, dass es falsch ist, man also bewusst schlechtes tut und auch das Ergebnis seiner Handlung einschätzen kann. Und letztendlich macht doch einen guten Menschen aus, dass er aus seinen Fehlern lernt, sich selbst reflektiert und sich des Bösen bewusst ist, oder?
Ich muss das alles noch mal länger für mich durchkauen. Vielleicht mit der Hoffnung, euch irgendwann in einer zukünftigen Sonntagskolumne ein besseres Statement zu geben. Vielleicht ist das Thema ja an die Universallösung gekoppelt und wenn ich dann die Lösung auf alle Fragen gefunden habe (42!), sind wir alle schlauer ;)

So lange bleibt erstmal „Gut“ und „Böse“ im Raum stehen und ist ein Grundstein für lange Diskussionsabende. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich über jeden Kommentar, auch können gerne konstruktive Kritik und Anregungen da gelassen werden. Kommentare zu gegenseitigem Verfolgen, sinnlose Beleidigungen und Werbung für den eigenen Blog sind nicht willkommen und werden auch nicht veröffentlicht. Direkte Fragen/ Antworten zum jeweiligen Post beantworte ich nur unter dem jeweiligen Kommentar, damit die Diskussion für andere besser verständlich ist.