So heute müsst ihr meine "späte" Sonntagskolumne verzeihen, denn ich bin eben erst wieder zuhaus angekommen und konnte noch nicht mal richtig Luft holen. Heute will ich euch ein bisschen über das Leben eines Flüchtlings erzählen. Das hängt damit zusammen, dass ich von gestern früh bis heute an einem DRK Projekt teilgenommen, dass weit weg in einem kleinen Kaff in Brandenburg spielte.
Youth on the run.
Was es genau damit auf sich hat will ich eigentlich euch noch ein bisschen vorenthalten, wenn ich von dem netten Journalisten Material zur Verfügung gestellt bekomme, denn sonst ist es nicht ganz so schön anschaulich. Jedenfalls kann ich euch grob schon mal erzählen, dass man für 24 Stunden an einem Rollenspiel in der Rolle eines Flüchtlings teilnimmt, um einmal, wenn auch nur ansatzweise, das Schicksal eines Flüchtlings nachzuvollziehen. Es ist wirklich unglaublich, aber nach einer gewissen Zeit steigert man sich wirklich in die Sache rein und spürt Emotionen, die man sich im Alltag nicht im entferntesten denken kann. Scham, Angst, Aussichtslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Perspektivlosigkeit- um nur einige zu nennen. Ich kann allen nur empfehlen, falls ihr die Gelegenheit habt, mal über das DRK an dieses Rollenspiel zu kommen, macht es mit! In unserem typischen Alltag betrachten wir Flüchtlinge viel zu abschätzig und haben nicht im Entferntesten die Ahnung, was diese Menschen alles durchmachen müssen und was für Probleme sich ihnen täglich in den Weg stellen. Ehrlich gesagt, ging das Thema Flüchtlinge und Asylbewerber immer ein bisschen an mir vorbei. Obwohl ich eine kleine Philanthropin bin und auch Mitleid mit ihnen habe, hatte ich mich nie zuvor gefragt, was eigentlich dahinter steckt. Mich macht es unglaublich wütend, wenn jemand mit Stammtischparolen kommt von wegen:
Die wollen nur unser Geld. Die klauen unsere Arbeitsplätze. Wir müssen die Durchfuttern. Die sollen mal ihre Probleme klären und zurück in ihr Loch krabbeln, wo sie hergekommen sind.
Dieses allgemeine Desinteresse für das Schicksal anderer Menschen und ihre Geschichten/ Kulturen macht mich immer etwas traurig. Aber wie gesagt, ich muss mich jetzt erstmal wieder in meine Umgebung einleben (es kommt mir vor, als ob ich Monate weg war, haha) und werde den Sonntag noch amüsant und entspannt ausklingen lassen.
Weiteres kommt dann demnächst :)
Wie kennt ihr euch mit dem Thema Flüchtlinge aus?
Habt ihr euch schon mal mit dem Thema beschäftigt?
Kennt ihr Asylanten/ Flüchtlinge hier in Deutschland persönlich?
(Ich bin gespannt auf eure Geschichten!)
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